Jurymitglieder/Members of the Jury 2006 :

Jurypräsident/ President of the jury :
Prof.  Josef Schwab, Violoncello, violincello


Der Jury-Präsident studierte an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und war anschließend zwei Jahre Solo-Cellist des Gewandhausorchesters. 1962 wurde er Solo-Cellist des Orchesters der Komischen Oper Berlin. Er gewann mehrere nationale und internationale Preise. Als Solist konzertierte er mit vielen Orchestern unter bedeutenden Dirigenten wie Franz Konwitschny, Kurt Masur, Václav Neumann, Hans Swarowsky, Zdenek Kosler und George Singer in fast allen Ländern Europas, in Süd- und Mittelamerika, Ägypten, Syrien, Jordanien, dem Irak und Japan. Seit 1974 ist er Professor an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und hält Meisterkurse im In- und Ausland. Als Juror fungierte er bei internationalen Wettbewerben in Leipzig, Markneukirchen, Moskau, Helsinki, München und Prag. Josef Schwab war Mitglied des Streichquartetts der Deutschen Staatsoper Berlin.

 

 

Prof.  Ulrike Danhofer, Violine, violin 

Geboren in Graz, studierte sie an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt bei Prof. Christos Polyzoides sowie bei Prof. Franz Samohyl in Wien und bei Prof. Max Rostal in Bern. Die Preisträgerin und Stipendiatin zahlreicher Wettbewerbe und Stiftungen konzertierte als Solistin und Kammermusikerin in Europa und Asien. Von 1990 bis 2000 war sie Erste Konzertmeisterin des Grazer Symphonischen Orchesters, von 1996 bis 2000 auch Künstlerische Leiterin dieses Orchesters und der Steirischen Gesellschaft der Musikfreunde. Seit 1988 lehrte sie an der Grazer Musikhochschule und seit 1994 auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 2002 bekleidet sie eine ordentliche Professur an der Wiener Musikuniversität. Als Dozentin wirkt sie bei internationalen Meisterkursen sowie beim Wiener Jeunesse-Orchester und dem European Philharmonic Orchestra und als Jurorin bei verschiedenen Wettbewerben. Seit 2004 ist Ulrike Danhofer österreichische Präsidentin der European String Teachers Association

 

 

 

 

Prof. Hans Kalafusz, Violine, violin

Er wurde in Den Haag geboren und studierte in Heidelberg, Mannheim und Prag in der Meisterklasse von Prof. Schweyda. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei Henryk Szeryng. Bereits als 20-Jähriger wurde er zum Ersten Konzertmeister des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart berufen. Als Solist führten ihn Konzertreisen rund um den Globus. Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Georg Solti, Karl Münchinger und Sir Neville Marriner machten ihn international bekannt. Auch auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik engagierte sich Hans Kalafusz und fand mit den Uraufführungen ihm gewidmeter Werke bei Festivals in Donaueschingen, Warschau und Paris große Beachtung. Seine besondere Vorliebe für die Kammermusik führte zur Gründung des „Deutschen Streichtrios“. Seit 1980 ist er Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart, Gastprofessuren bekleidet er in Japan, Hongkong, Brasilien und den USA. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Edison-Preis, der Französische Kammermusikpreis, Schallplattenpreise und das Bundesverdienstkreuz.

 

Prof. Dietmar Hallmann, Viola, viola

Der gebürtige Breslauer studierte Musik mit dem Hauptfach Violine in Leipzig. Nachdem er zunächst als Geiger im Gewandhausorchester engagiert war, wechselte er nach zwei Jahren zur Bratsche mit dem Resultat einer fast 40-jährigen Tätigkeit als Erster Solobratschist, Mitglied des Gewandhausquartetts und Mitbegründer des Bachorchesters. Als Solist setzte er sich besonders für Neue Musik ein und spielte zahlreichen Uraufführungen, meist mit dem Gewandhausorchester. Seit 1960 lehrte er das Fach Viola an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig; zahlreiche seiner Schüler musizieren jetzt in Orchestern des In- und Auslandes. Besonders in jüngster Zeit trat Dietmar Hallmann mit Kompositionen und Transkriptionen speziell für Viola bzw. Kammermusik hervor.

 

 

 

 

 

Prof. Peter Langgartner, Viola, viola

Er stammt aus Steyr, Oberösterreich, studierte bei Jürgen Geise und dem Bratschisten des Amadeus-Quartetts Peter Schidlof. Als Solobratschist war er 1982/83 am Teatro La Fenice in Venedig engagiert, bis 1999 bei der Camerata Salzburg. Mit dem Pro-Arte-Quartett ist er auf den meisten Konzertpodien und bei BMG mit einer Mozart-Gesamtaufnahme vertreten. Als Solist war er mit den Bratschenkonzerten von Telemann, Mozart, Paganini, Hindemith und Feldman in Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, den USA, Kanada und Japan zu hören. Seine Kammermusikpartner sind unter anderen Thomas Zehetmair, Benjamin Schmid, Vladimir Mendelssohn, Alois Brandhofer und Wolfgang Meyer. Peter Langgartner bekleidet eine Professur für Viola am Mozarteum Salzburg und ist an Musikkabaretts und Cross-over-Projekten zu heiteren und ernsten Themen beteiligt.

 

Prof. Stefan Kropfitsch, Violoncello, violoncello

Bereits in jungen Jahren erhielt er Violoncellounterricht bei Prof. T. Kühne. Gleich nach der mit einstimmiger Auszeichnung absolvierten Diplomprüfung an der Wiener Musikhochschule wurde er zum Assistenten von Prof. W. Herzer am gleichen Institut berufen. Zahlreiche Preise folgten. Das pädagogische Wirken ist gepaart mit einer umfassenden internationalen Konzerttätigkeit, die Stefan Kropfitsch als hervorragenden Solisten mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg, den Moskauer Philharmonikern, den Festival Strings Luzern, dem Orchester des Südwestdeutschen Rundfunks, den Niederösterreichischen Tonkünstlern, dem Philharmonischen Orchester Ljubljana und vielen anderen Orchestern zusammenführt. Oft ist er mit Rundfunkaufnahmen zu hören. Als Violoncellist des berühmten Jess-Trios Wien gestaltet Stefan Kropfitsch eine große Zahl von Konzerten in allen Zentren der Musik. Als Duo musiziert er mit der Pianistin Barbara Moser. Zahlreiche Schallplatten und CDs erschienen bei EMI und Gramola. Der Professor am Joseph-Haydn-Landeskonservatorium Eisenstadt wurde 2004 zum ao. Universitätsprofessor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ernannt..

 

 

 

Prof. Brigitte Engelhard, Klavier, piano

Die gebürtige Salzburgerin konzertiert als Solistin und Kammermusikerin in vielen Kulturzentren Europas, in den USA, in Japan und den Ländern Südostasiens. Von Brigitte Engelhard gibt es eine Vielzahl von Rundfunkaufnahmen mit dem ORF und allen ARD-Anstalten sowie Konzertmitschnitte ausländischer Radiostationen. Es liegen CD-Einspielungen des Klavierwerks von Anton Ladurner und Stefan Paluselli vor, außerdem CD-Aufnahmen mit Irena Grafenauer und dem Philharmonischen Duo Berlin, mit Roswitha Staege und mit Clara Dent. Ihre Fachkompetenz für Klavier und auch für die historischen Tasteninstrumente bietet jene Bandbreite, die es ihr ermöglicht, den Bogen von der historischen Aufführungspraxis Alter Musik bis zur Pflege der musikalischen Avantgarde zu spannen. An der Salzburger Universität Mozarteum leitet Brigitte Engelhard seit Jahren als ordentliche Universitätsprofessorin eine Klavier-Konzertfachklasse. Darüber hinaus ist sie seit 2005 Fachbereichsleiterin für Wissenschaft und Pädagogik an der gleichen Universität.

 

 

 

Prof. Krystyna Makowska-Lawrynowicz, Klavier, piano

Ihre gesamte schulische und musikalische Ausbildung erhielt sie in Warschau, ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren bei Hanna Lachert. An der Musikhochschule Warschau studierte sie bei Prof. Maria Wilkomirska. Ihr Abschlussexamen bestand sie mit höchster Auszeichnung. Danach setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Dieter Weber fort. Krystyna Makowska-Lawrynowicz gewann Preise u. a. beim Robert-Schumann-Klavierwettbewerb in Zwickau 1969, beim Ludwig-van-Beethoven-Klavierwettbewerb in Wien 1973 und in der Kategorie Duo Violine-Klavier beim ARD-Wettbewerb in München 1974. Sie unternahm erfolgreiche Tourneen durch ganz Europa, Kuba und die USA. Dort trat sie auch in der berühmten Carnegie Hall auf. Häufig wirkt sie bei internationalen Musikfestivals wie den Wiener Festwochen, dem Steirischen Herbst in Graz, dem französischen George Sand Festival, dem Hinterzarten-Festival und anderen mit. Sie spielte viele Aufnahmen für verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten des In- und Auslandes sowie zahlreiche Schallplatten und CDs ein. Krystyna Makowska-Lawrynowicz ist Professorin der Musikakademie „Fryderyk Chopin“ Warschau, der sie in den Jahren 1999 bis 2005 auch als Prorektorin vorstand.

 

 

Prof.  Paul Staicu, Dirigent, conductor

Nach seiner Ausbildung an der Musikschule Bukarest belegte er Meisterklassen bei Maestro Sergiu Celibidache. Sein Hornstudium schloss er an der Musikakademie Prag „magna cum laude“ ab, Dirigieren studierte er an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky. Seit 1963 war er ständiger Gastdirigent der Bukarester Philharmonie, des Radio-Symphonie-Orchesters und aller anderen Symphonieorchester Rumäniens. Von 1966 bis 1978 leitete er - seit 1971 als Musikdirektor – das Camerata-Orchester Bukarest, 1978 gründete er das Symphonie- und Kammerorchester Constanta, dem er bis 1989 als Musikdirektor vorstand. 1992 wurde er Gründer, Musikdirektor und Dirigent des Symphonieorchesters Montbéliard in Frankreich. Paul Staicu erhielt zahlreiche Auszeichnungen, z. B. 1968 die Goldmedaille für kulturelle Verdienste in Rumänien, 1974 die Medaille der Herbert-von-Karajan-Stiftung für die Aufführung der 14. Symphonie von Schostakowitsch mit dem Camerata-Orchester sowie 1994 den Preis der Stadt Montbéliard. Er unternahm mit seinen Orchestern Tourneen durch Europa, die USA und Kanada und war auf dem George-Enescu-Festival Bukarest, dem Jugendfestspieltreffen Bayreuth und dem Wiener Sommerfestival „Arkadenhofkonzerte“ zu erleben. Bis 1989 unterrichtete er als Professor für Horn, Orchester und Kammermusik an der Musikuniversität Bukarest, seit 1990 ist er Professor am Konservatorium Montbéliard. Als gesuchter Juror nimmt er immer wieder an internationalen Wettbewerben wie dem Prager Frühling, Concertino Prag und dem ARD-Wettbewerb in München teil.